Montag, 27. Februar 2012

Wir ziehen um!

Hallo zusammen,


Zuerst die schlechte Nachricht: nach zwei Jahren Todtgeburt ist nun Schluss! 
Aber sofort die gute Nachricht hinter: Es geht an anderer Stelle weiter! 


Denn wir ziehen lediglich auf einen neuen Blog um. Das Format unseres Webzines hat nämlich eine grundlegende Reformierung nötig. Wie Ihr sicher gemerkt haben, ist das Lesen von Reviews, zwar durch die Seitenaufteilung sehr übersichtlich, aber auf der anderen Seite auch sehr unpraktisch. Denn es werden immer alle Reviews zusammen angezeigt und zum anderen verschwinden ältere Rezensionen ab einem gewissen Punkt im Nirwana. Des Weiteren wird sich auch inhaltlich etwas ändern. Klassische Live-Reviews, CD-Reviews und Interviews (wovon es hier sowieso nie viele gab) werden zukünftig, außer von Gastautoren, nicht mehr veröffentlicht. Dafür verweise ich auf das Online-Magazin powermetal.de für das gleich zwei unserer Schreiber ebenfalls tätig sind. Stattdessen werden werden wir den Fokus auf einzelne Blog-Einträge legen, die allgemeiner von Bands, Alben, Konzerte und verschiedene Themen der Szene handeln. Dabei sollen mehr lockere Anekdoten und unterhaltsame Informationen untergebracht werden. Ich hoffe Euch wird dieses Format gefallen.
Abschließend muss ich auch vermelden, dass sich der Name von "Todtgeburt" in "Totgehört" ändern wird. Der Name ändert sich aus zwei Gründen. Einerseits weist der rein aus Jux falsch geschriebene Name unangenehme Parallelen mit dem Nazi-Ingenieur Fritz Todt auf, die im Dritten Reich für verschiedene Bauvorhaben verantwortlich war (mehr zum Thema hier), womit wir nicht in Verbindung gebracht werden möchten. Zum anderen vermittelt der Name nicht direkt, dass es sich um ein Musikmagazin handelt.
"Totgehört" wird in den nächsten Tagen, die erste Lebenszeichen von sich geben, die über die bekannten Kanäle (Twitter, Facebook, etc.) kommuniziert werden. Für alle die sich die das neue Design von Totgehört anschauen möchten, können dies unter folgender Adresse tun: http://totgehoert.blogspot.com/ 

Ich hoffe Ihr haltet uns die Treue und gebt Feedback, wie Euch die neue Ausrichtung gefällt!


Stay Heavy!


[Adrian]



Freitag, 20. Januar 2012

Todtgeburt[at]Powermetal.de - Die CD-Reviews Teil 7

Hallo zusammen,


2012 war hier leider noch nicht soviel los und irgendwie steht bei allen Beteiligten der Todtgeburt-Familie sehr viel nebenher noch an, weswegen es etwas still geworden ist um unser Webzine. Allerdings sollte man den Sarg noch nicht zu früh verschließen. Denn wir machen weiter auch wenn die Zeit rar ist. Vor allem da im nächsten Monat der zweite Geburtstag von Todtgeburt ins Haus steht und dafür haben wir uns etwas gaaaaanz besonderes überlegt. Seid gespannt!
Heute gibt es aber erstmal wieder frische Review-Kost von Sunny und mir. Dabei haben wir jede Menge Death, Black und Was-Weiß-Ich Metal, aber auch obskure Werke. Ein Click auf die Links lohnt sich also wie immer!


Stay Heavy


[Adrian]





DENNIS DEVELIN - Tip Of THe Tounge - 7 - Sunny


FATUM ELISUM - Homo Nihilis - 8.5 - Adrian


OMINOUS CRUCIFIX - The Spell Of Damnation - 7 - Adrian


THIS DYING GORGEOUS LIES - Insanitarium - 6.5 - Sunny


ABSURD UNIVERSE - Habeas Corpus - 8 - Adrian


STORY OF JADE - The Damned Next Door - 8.5 - Adrian


BURNING BUTHAIRS - Evening Feast - 7.5 - Adrian


THE METEORS - Pure Evil Live - DVD - Adrian und Lukas


CRUDA SORTE - Kapitel 2 - 5 - Adrian


London Philharmonic Orchestra - The Greatest Video Game Music - Sunny


1349 - Demonoir - Ltd. Box-Set - Adrian


GRANDCHAOS - Refuge - Remix-Album - Adrian

Sonntag, 25. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part XII & Epilog]


CONTROL DENIED


The Fragile Art Of Existence


VÖ: 13.05.1999


PROGRESSIVE HEAVY METAL




Der allerletzte Studio-Out-Put von Chuck Schuldiner, der noch während seines Lebens erschien, war CONTROL DENIEDs "The Fragile Art Of Existence". Als dieses Album erschien wußte Chuck bereits, dass er an Krebs erkrankt war und unterzog sich einigen Therapien um seinen Gehirntumor zu besiegen.
Die Kosten, die entstanden, waren enorm und da das amerikanische Sozial- und Gesundheitssystem nur auf der Seite von reichen Unternehmern steht, zeigte sich wenigstens die gesamte Metal-Community solidarisch, spendete, organisierte Benefiz-Konzerte und sogar Mainstream-Künstler wie KID ROCK, KORN und die RED HOT CHILI PEPPERS halfen mit.
Dass diese Unterstützung nicht zufällig war, bewies eins ums andere Mal diese Platte. Denn Chuck haprogressiver und freier arbeiten zu können. Zu diesem Zweck stellte er eine Mannschaft zusammen, bei der auch sein alter Wegbegleiter Steve DiGiorgio an Board war. Des Weiterenn behielt Chuck Drummer Richard Christy und Klampfer Shannon Hamm, die schon bei der letzten DEATH-Scheibe im Studio mit dabei waren. 
Da wundert es nicht, dass CONTROL DENIED auch sehr nah an dem dran sind, was auf "The Sound Of Perseverance" zu hören ist. Wichtigster Unterschied ist aber, dass Evil Chuck sich hier völlig auf seine Gitarre konzentrieren kann. Denn die Vocals übernimmt Tim Aymar (der heute bei PHARAOH singt).
Dadurch wird zwar die Grundstimmung stark verändert, trotzdem bleibt aber das Ganze als Schuldiner-Werk erkennbar.
Teils doomig ('Breaking The Broken'), teils melancholisch ('When The Link Becomes Missing') und manchmal einfach nur brachial ('Believe'). Dieser Opus enthält soviel Engagement und Herzblut, dass man hört wie akribisch hier gearbeitet wurde. Aymar hat hat vor einigen Jahren in einem Interview Chuck Schuldiner mit Henry Ford verglichen, da er sich für jedes Album die Musiker gesucht hat, die perfekt zu Sound passen. Dass ihm dies auch auf "The Fragile Art Of Existence" gelungen ist, steht außer Frage. Allerdings vermisst man als alter DEATH-Fan schon ein wenig den markanten Gesang von Schuldiner, auch wenn das wohl notwendig war, um einen sauberen Schnitt zwischen diesen beiden Bands zu machen.
CONTROL DENIED sind zwar die logische Weiterentwicklung der späten DEATH, aber trotzdem etwas ganz eigenes und auch kaum mit anderen Bands zu vergleichen. Denn es gibt bei diesem Projekt keine Grenzen. Power, Heavy, Speed, Doom und vor allem Prog sind hier die Zutaten, die zwar nicht direkt ins Ohr gehen und etwas mehr Aufmerksamkeit vom Hörer verlangen, als es normal notwendig ist. Aber wenn man sich erst einmal auf diese Platte eingelassen hat, befindet man sich auf einer Entdeckungsreise, die auch nach Durchlauf Nummer 12 noch nicht beendet ist. Wahrscheinlich ist "The Fragile Art Of Existence" der beste Output, der im progressiven Schwermetall seit der Jahrtausendwende erschienen ist.


EPILOG


Leider half das Chuck auch nicht mehr fiel, denn der Krebs kehrte 2001 zurück und wieder fehlte das liebe Geld, um die Therapien zeitgerecht durchzuführen. Aber auch diesmal halfen wieder viele Künstler und Fans, um die nötigen Mittel aufzutreiben (während die Krankenversicherung, die Chuck zwischenzeitlich abgeschlossen hatte, sich weigerte zu zahlen, da die Krankheit aus einer Zeit gestammt habe, die vor dem Vertragsabschluss lag). Letztendlich erlag Schuldiner aber am 13.12.2001 dem Krebs und seinen Begleiterkrankungen. Viele Künstler wie  Mike Patton, Dimebag Darrell, Glen Benton, King Diamond, Ville Valo, Trey Azagthoth und Max Cavalera wohnten der Trauerfeier bei und erwiesen einem großen Künstler die letzte Ehre, der bis heute unvergessen ist. Es bleibt zu hoffen, dass das allerletzte Schaffen von Chuck (das zweite CONTROL DENIED Album) bald erscheinen wird, nachdem der Rechtsstreit zwischen Erben, Label und Musikern nun endlich beigelegt sein soll. Es wäre auf jeden Fall ein überfälliger Tribut und ein Gewinn für die gesamte Szene, wie alle Platten, die Schuldiner über die Jahre veröffentlicht hat.


Ruhe in Frieden, Evil Chuck!


[Adrian]