Donnerstag, 15. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part II]


DEATH


Mutilation


VÖ: April 1986


DEATH METAL










Das Jahr 1986 ist ein sehr wichtiges in der Geschichte von DEATH. Denn in diesem Jahr machte Schuldiner in San Francisco Bekanntschaft mit einem jungen Tape-Trader, der passenderweise auch noch Schlagzeug spielen konnte. Der Name dieses Drummers war Chris Reifert, der später selbst mit AUTOPSY für Aufmerksamkeit sorgen sollte.
Die beiden Metalheads verstanden sich sehr gut und prügelten als Duo direkt die vorliegende Demo "Mutilation" ein. Dieses Tape war der Prototyp des ein Jahr später veröffentlichten Debüt-Albums "Scream Bloody Gore" und enthielt ausschließlich Songs, die später auch auf diesem Erstling zu finden sein sollten.
Zu Hören gibt es mit 'Land Of No Return', 'Zombie Ritual' und 'Mutilation' drei unstrebliche Death-Metal-Hymnen, die schon wesentlich professioneller klingen als das, was Chuck mit seinen Kumpels aus Florida nur einige Monate zuvor noch eingetrümmert hatte. Umgekehrt kommen diese Aufnahmen natürlich nicht an die Versionen ran, die sich auf "Scream Bloody Gore" befinden. Dafür ist die Urgewalt, die Rohheit und die Aggressivität auf der "Mutilation"-Demo um einiges höher als bei späteren Aufnahmen. In jeder Sekunde Spielzeit spürt man, wie es Mitte der Achtziger rumort haben muss und sich im extremen Thrash Metal etwas völlig neues entwickelte, was man erst viel später Death Metal taufen würde.
Man merkt des Weiteren, dass hier die Zusammenarbeit mit Reifert genau der richtige Schritt für Chuck war. Hier kann er sich nämlich nicht nur an der Gitarre, sondern auch am Mikro selbst verwirklichen, was er sich in den frühen Tagen in Florida mit Kam Lee teilen musste.
Außerdem schien zwischen dem späteren AUTOPSY-Chef und Schuldiner eine sehr gute Chemie zu herrschen, die mehr Struktur in die Aufnahmen brachte und den Spielspaß der beteiligten Musiker quasi hörbar macht.
Selbstverständlich ist auch diese Demo ein rares Sammlerstück und erzielt Best-Preise bei Ebay, doch wer sie besitzt, besitzt ein Stück Death-Metal-Geschichte.


[Adrian]

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