Freitag, 23. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [X]


DEATH


Symbolic


VÖ: 21.03.1995


DEATH METAL




Eine alte Volksweisheit besagt: Man soll aufhören wenn es am schönsten ist. Das dachte sich wohl auch Chuck Schuldiner nach den Aufnahmen zu "Symbolic", den diese Scheibe war Mitte der Neunziger erst einmal das letzte Lebenszeichen der Death-Metal-Legende. Dafür war die CD ein ziemlicher Hammer mit der Schuldiner diese längere Pause begonnen hatte. Denn "Symbolic" vereint auf perfektionierte Art und Weise Eingängigkeit mit Progressivität.
Vom Personal her, hatte der damals 28-Jährige wieder einmal das richtige Gespür und holte sich mit Klampfer Bobby Koelble, einem alten Schulfreund, und Kelly Conlon, der später bei MONSTROSITY anheuern sollte, wieder zwei technisch versierte Jungs ins Boot.
Die neun Tracks sind diesmal etwas länger als noch beim Vorgänger "Individual Thought Patterns", aber bewegen sich noch immer in einem erträglichen Rahmen. Einzig 'Perennial Quest' ist mit über acht Minuten etwas lang geworden. Trotzdem sind Durchhänger eher die Ausnahme. Die Regel sind überlebensgroße Hits, die auch noch 16 Jahre nach großartig und gewaltig sind. Ich sage nur: "Inside crystal mountain, Evil takes its form" und es ist klar was ich meine. 'Crystal Mountain', 'Empty Words', 'Zero Tolerance' und Co sind einfach textlich genial, musikalisch einzigartig und so atmosphärisch, das man immer und überall von ihnen eingenommen wird. Man braucht nicht die Rollläden herunterzulassen oder Kerzen anzuzünden, um dieses Album zu genießen. Dies schafft die Musik von Evil Chuck auch ganz alleine. Denn er überlässt nichts dem Zufall. Sei es eine unverzerrte Gitarre, die auf einmal zu hören ist, oder ein ausgeflipptes Solo, das plötzlich auftaucht, jedes Element hat seine Daseinsberechtigung und erfüllt einen Zweck.
Die Songs sind in sich stimmig, logisch und animieren zum mitsingen, wie zum Beispiel die göttliche Hymne 'Without Judgement'.
Sollte jemand wegen den massiven Lobeshymnen auf die Idee gekommen sein, ich übertreibe, dann verweise ich diesen an Last.fm. Denn auf der Künstlerseite von DEATH sind die ersten sieben Songs von 'Symbolic' in den Top-15 der beliebtesten DEATH-Lieder, womit die Frage nach dem populärsten DEATH-Album einfach beantwortet werden kann. 
Eigentlich ist "Symbolic" ein guter Schlusspunkt, den nur wenige Künstler so setzen (für gewöhnlich machen Musiker ja so lange weiter bis man sie von der Bühne schieben muss). Bekannt ist aber auch, dass "Symbolic" nicht das Letzte DEATH-Album ist und 1998 noch eine allerletzte Scheibe erschienen ist, die den Klang der Beharrlichkeit eingefangen hat. Dazu aber an anderer Stelle mehr.


[Adrian]

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