Sonntag, 25. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part XII & Epilog]


CONTROL DENIED


The Fragile Art Of Existence


VÖ: 13.05.1999


PROGRESSIVE HEAVY METAL




Der allerletzte Studio-Out-Put von Chuck Schuldiner, der noch während seines Lebens erschien, war CONTROL DENIEDs "The Fragile Art Of Existence". Als dieses Album erschien wußte Chuck bereits, dass er an Krebs erkrankt war und unterzog sich einigen Therapien um seinen Gehirntumor zu besiegen.
Die Kosten, die entstanden, waren enorm und da das amerikanische Sozial- und Gesundheitssystem nur auf der Seite von reichen Unternehmern steht, zeigte sich wenigstens die gesamte Metal-Community solidarisch, spendete, organisierte Benefiz-Konzerte und sogar Mainstream-Künstler wie KID ROCK, KORN und die RED HOT CHILI PEPPERS halfen mit.
Dass diese Unterstützung nicht zufällig war, bewies eins ums andere Mal diese Platte. Denn Chuck haprogressiver und freier arbeiten zu können. Zu diesem Zweck stellte er eine Mannschaft zusammen, bei der auch sein alter Wegbegleiter Steve DiGiorgio an Board war. Des Weiterenn behielt Chuck Drummer Richard Christy und Klampfer Shannon Hamm, die schon bei der letzten DEATH-Scheibe im Studio mit dabei waren. 
Da wundert es nicht, dass CONTROL DENIED auch sehr nah an dem dran sind, was auf "The Sound Of Perseverance" zu hören ist. Wichtigster Unterschied ist aber, dass Evil Chuck sich hier völlig auf seine Gitarre konzentrieren kann. Denn die Vocals übernimmt Tim Aymar (der heute bei PHARAOH singt).
Dadurch wird zwar die Grundstimmung stark verändert, trotzdem bleibt aber das Ganze als Schuldiner-Werk erkennbar.
Teils doomig ('Breaking The Broken'), teils melancholisch ('When The Link Becomes Missing') und manchmal einfach nur brachial ('Believe'). Dieser Opus enthält soviel Engagement und Herzblut, dass man hört wie akribisch hier gearbeitet wurde. Aymar hat hat vor einigen Jahren in einem Interview Chuck Schuldiner mit Henry Ford verglichen, da er sich für jedes Album die Musiker gesucht hat, die perfekt zu Sound passen. Dass ihm dies auch auf "The Fragile Art Of Existence" gelungen ist, steht außer Frage. Allerdings vermisst man als alter DEATH-Fan schon ein wenig den markanten Gesang von Schuldiner, auch wenn das wohl notwendig war, um einen sauberen Schnitt zwischen diesen beiden Bands zu machen.
CONTROL DENIED sind zwar die logische Weiterentwicklung der späten DEATH, aber trotzdem etwas ganz eigenes und auch kaum mit anderen Bands zu vergleichen. Denn es gibt bei diesem Projekt keine Grenzen. Power, Heavy, Speed, Doom und vor allem Prog sind hier die Zutaten, die zwar nicht direkt ins Ohr gehen und etwas mehr Aufmerksamkeit vom Hörer verlangen, als es normal notwendig ist. Aber wenn man sich erst einmal auf diese Platte eingelassen hat, befindet man sich auf einer Entdeckungsreise, die auch nach Durchlauf Nummer 12 noch nicht beendet ist. Wahrscheinlich ist "The Fragile Art Of Existence" der beste Output, der im progressiven Schwermetall seit der Jahrtausendwende erschienen ist.


EPILOG


Leider half das Chuck auch nicht mehr fiel, denn der Krebs kehrte 2001 zurück und wieder fehlte das liebe Geld, um die Therapien zeitgerecht durchzuführen. Aber auch diesmal halfen wieder viele Künstler und Fans, um die nötigen Mittel aufzutreiben (während die Krankenversicherung, die Chuck zwischenzeitlich abgeschlossen hatte, sich weigerte zu zahlen, da die Krankheit aus einer Zeit gestammt habe, die vor dem Vertragsabschluss lag). Letztendlich erlag Schuldiner aber am 13.12.2001 dem Krebs und seinen Begleiterkrankungen. Viele Künstler wie  Mike Patton, Dimebag Darrell, Glen Benton, King Diamond, Ville Valo, Trey Azagthoth und Max Cavalera wohnten der Trauerfeier bei und erwiesen einem großen Künstler die letzte Ehre, der bis heute unvergessen ist. Es bleibt zu hoffen, dass das allerletzte Schaffen von Chuck (das zweite CONTROL DENIED Album) bald erscheinen wird, nachdem der Rechtsstreit zwischen Erben, Label und Musikern nun endlich beigelegt sein soll. Es wäre auf jeden Fall ein überfälliger Tribut und ein Gewinn für die gesamte Szene, wie alle Platten, die Schuldiner über die Jahre veröffentlicht hat.


Ruhe in Frieden, Evil Chuck!


[Adrian]

Samstag, 24. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [XI]


DEATH


The Sound Of Perseverance


VÖ: 31.08.1998


PROGRESSIVE DEATH METAL




Zugegeben: Die Genre-Bezeichnung "Progressive Death Metal" hätte ich bereits seit "Human" benutzen können. Allerdings ist das letzte Album "The Sound Of Perseverance" noch tiefer im Prog verwurzelt als seine Vorgänger. Das überrascht kaum. Immerhin hat Schuldiner zwischen "Symbolic" und dieser Abschiedsplatte in erster Linie an seinem Prog-Heavy Metal Projekt CONTROL DENIED gearbeitet und sich auch gleich neue Musiker gesucht, die zu dieser Ausrichtung passen. Die gesamte Platte ist insgesamt viel näher an CONTROL DENIED dran als an den anderen DEATH-Alben. Da ist die Frage erlaubt: Was ist an "The Sound Of  Perseverance" überhaupt noch DEATH METAL? - Und die Antwort  lautet widersprüchlicherweise: Alles und nichts.Wenn man Death Metal, als ultra-morbide, brutale Musik ansieht, wo herunter-gestimmte Gitarren und tiefe Growls regieren ansieht (was ja auch nicht falsch ist), dann ist das 
letzte DEATH-Album kein Todesblei.Ist man allerdings mehr der Ansicht, dass Death Metal von seiner Atmosphäre und Grundstimmung lebt, dann ist Chucks vorletztes Album seiner Karriere durchaus diesem Subgenre zugehörig. Ganz so wichtig ist diese Frage, aber auch nicht, denn "The Sound Of Perseverance" ist einfach großartig und ein Metal-Album, das man allen arroganten Feuilleton-Schreibern an die Stirn klatschen sollte, wenn sie dem Death Metal seinen künstlerischen Wert absprechen wollen. Titel wie 'Scavenger of Human Sorrow', 'Spirit Crusher' oder auch 'Flesh And The Power It Holds' sind zwar kompliziert, vertrackt und technisch perfekt, aber machen dennoch unheimlich viel Spaß. Hier spürt man, dass die musikalischen Fähigkeiten keinem Selbstzweck dienen, sondern stets im Auge behalten,dass der Hörgenuss im Vordergrund stehen. Die Mischung aus singenden Gitarren Salven und stampfenden Momenten ist auf eine Weise gelungen, wie man sie nur selten zu hören bekommt. Ohne die charakteristischen Vocals von Evil Chuck, die die gesamte DEATH-Diskographie wie Holzleim zusammenhält, kann man gar nicht mehr zwischen DEATH oder CONTROL DENIED 
unterscheiden. Das Fallbeispiel dafür ist das Instrumental 'Voice Of The Soul'. Die Arbeit mit teils unverzerrten Gitarren und melodischen Schwermetall-Riffs ist einfach grandios. Im Grunde kann man hier jeden Moment des Albums auseinanderdividieren und interpretieren. In jeder Sekunde liegt soviel, was eine gesonderte Würdigung verdient. Das würde allerdings diesen Rahmen sprengen. Deswegen sei euch nur 
noch abschließend der Bonustrack 'Painkiller' ans Herz gelegt. Das JUDAS-PRIEST-Cover kann es zwar stimmlich nicht ganz mit der Halford-Version aufnehmen (Sorry, Chuck!), aber spielt instrumental auf jeden Fall in einer Liga mit den Legenden aus England. Wen ich bisher noch nicht davon überzeugen konnte diese 
Scheibe anzutesten, kann ich auch nicht helfen. "The Sound Of Perseverance" ist große Kunst. Punkt.


[Adrian]

Freitag, 23. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [X]


DEATH


Symbolic


VÖ: 21.03.1995


DEATH METAL




Eine alte Volksweisheit besagt: Man soll aufhören wenn es am schönsten ist. Das dachte sich wohl auch Chuck Schuldiner nach den Aufnahmen zu "Symbolic", den diese Scheibe war Mitte der Neunziger erst einmal das letzte Lebenszeichen der Death-Metal-Legende. Dafür war die CD ein ziemlicher Hammer mit der Schuldiner diese längere Pause begonnen hatte. Denn "Symbolic" vereint auf perfektionierte Art und Weise Eingängigkeit mit Progressivität.
Vom Personal her, hatte der damals 28-Jährige wieder einmal das richtige Gespür und holte sich mit Klampfer Bobby Koelble, einem alten Schulfreund, und Kelly Conlon, der später bei MONSTROSITY anheuern sollte, wieder zwei technisch versierte Jungs ins Boot.
Die neun Tracks sind diesmal etwas länger als noch beim Vorgänger "Individual Thought Patterns", aber bewegen sich noch immer in einem erträglichen Rahmen. Einzig 'Perennial Quest' ist mit über acht Minuten etwas lang geworden. Trotzdem sind Durchhänger eher die Ausnahme. Die Regel sind überlebensgroße Hits, die auch noch 16 Jahre nach großartig und gewaltig sind. Ich sage nur: "Inside crystal mountain, Evil takes its form" und es ist klar was ich meine. 'Crystal Mountain', 'Empty Words', 'Zero Tolerance' und Co sind einfach textlich genial, musikalisch einzigartig und so atmosphärisch, das man immer und überall von ihnen eingenommen wird. Man braucht nicht die Rollläden herunterzulassen oder Kerzen anzuzünden, um dieses Album zu genießen. Dies schafft die Musik von Evil Chuck auch ganz alleine. Denn er überlässt nichts dem Zufall. Sei es eine unverzerrte Gitarre, die auf einmal zu hören ist, oder ein ausgeflipptes Solo, das plötzlich auftaucht, jedes Element hat seine Daseinsberechtigung und erfüllt einen Zweck.
Die Songs sind in sich stimmig, logisch und animieren zum mitsingen, wie zum Beispiel die göttliche Hymne 'Without Judgement'.
Sollte jemand wegen den massiven Lobeshymnen auf die Idee gekommen sein, ich übertreibe, dann verweise ich diesen an Last.fm. Denn auf der Künstlerseite von DEATH sind die ersten sieben Songs von 'Symbolic' in den Top-15 der beliebtesten DEATH-Lieder, womit die Frage nach dem populärsten DEATH-Album einfach beantwortet werden kann. 
Eigentlich ist "Symbolic" ein guter Schlusspunkt, den nur wenige Künstler so setzen (für gewöhnlich machen Musiker ja so lange weiter bis man sie von der Bühne schieben muss). Bekannt ist aber auch, dass "Symbolic" nicht das Letzte DEATH-Album ist und 1998 noch eine allerletzte Scheibe erschienen ist, die den Klang der Beharrlichkeit eingefangen hat. Dazu aber an anderer Stelle mehr.


[Adrian]

Donnerstag, 22. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part IX]


DEATH


Individual Thought Patterns


VÖ: 22.06.1993


DEATH METAL




Bei den Arbeiten zum fünften DEATH-Album "Individual Thought Patterns" ist Chuck Schuldiner angepisst. Richtig angepisst. Übersetzt ins deutsche heißt der Titel der Platte soviel wie "individuelle Denkmuster" und mit diesen rechnet Schuldiner hier gnadenlos ab.
Bereits im ersten Track 'Overactive Imagination' richtet er sich gegen Menschen, die lügen, manipulieren und heucheln. Gemeint sind damit in erster Linie Journalisten (laut eigener Aussage vor allem Rock-Hard-Reporter Frank Albrecht). Dabei geht es insbesondere um ausgenutztes Vertrauen und darum, dass ein Statement abgedruckt wurde, das von Chucks Ex-Manager stammte, was den Death-Metaller nicht passte.
Dieser Manager erhält seine Quittung im Song 'The Philosopher'. Es vielleicht etwas unfair dessen Bisexualität  für eine harsche Kritik auszuneutzen. Trotzdem ist der Aufbau folgender Textstelle ziemlich clever: "So you preach about how I'm supposed to be, yet you don't you know your own sexuality!"
Musikalisch geht die fünfte Scheibe in dieselbe Richtung wie der Vorgänger "Human". Die Lieder sind vertrackt und technisch anspruchsvoll, aber sind trotzdem angenehm zu hören.
Ein Grund dafür ist auch sicherlich die kompakte Länge der Titel, denn mit knapp fünf Minuten ist 'Mentally Blind' der längste Track auf der CD. Alle anderen Lieder dauern knapp vier Minuten und kommen so auf eine Gesamtspielzeit von 40 Minuten.
Eine echte Rarität im Bereich progressiver Musik, wo ausladende acht bis neun Minuten Hymnen mit selbst-darstellerischen Frickel-Kuriositäten die Regel sind. 
Dass uns dieser Horror auf der vorliegenden Platte erspart geblieben ist, ist wohl auch der Verdienst der kompetenten Band, die Chuck zusammengestellt hat. Mit Steve DiGiorgio ist zwar nur ein alter Bekannter wieder mit an Board, aber auch mit KING-DIAMOND-Klampfer Andy LaRocque und Schlagzeug-Talent Gene Hoglan bewies Schuldiner wieder einmal das richtige Händchen.
Die Entwicklung von DEATH ist beachtlich. Innerhalb von sechs Jahren wurde aus einer thrashigen Old-School-Death-Metal-Band eine technisch perfekte Metal-Band, die im Bereich Progressivität Mitte der Neunziger Jahre Maßstäbe setzte. Das DEATH-Album, was aber den meisten Menschen in Erinnerung bleiben sollte, sollte jedoch erst noch erscheinen.


[Adrian]

Mittwoch, 21. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part VIII]


DEATH


Human


VÖ: 22.10.1991


DEATH METAL




Gerade einmal 18 Monate waren vergangen und trotzdem hatte sich im Hause DEATH einiges verändert und wie immer war die einzige Konstante der Bandchef Chuck Schuldiner. Nachdem die Meuterer um Andrews und Butler gehen durften, holte Chuck den äußerst begabten Saitenhexer Steve DiGiorgio in die Band, der ihm bereits bei den Bass-Aufnahmen für "Scream Bloody Gore" unter die Arme gegriffen hatte. Bei "Human" durfte DiGiorgio den Posten am Bass hauptberuflich übernehmen (zumindest für die Zeit im Studio). Für den Job am Schlagzeug wurde Sean Reinert engagiert, während Paul Masvidal an der zweiten Gitarren eingesetzt wurde. Masvidal und Reinert sollten übrigens mit ihrer eigenen Band CYNIC einen ähnlichen stilistischen Werdegang durchlaufen wie seiner Zeit DEATH (beide Bands starteten in den 80ern mit Death-Thrash und wurden in den Neunzigern immer progressiver).
Die gefundene Aufstellung war in jedem Fall perfekt, um ein Album wie "Human" einzuspielen, denn hier waren vier junge, talentierte Musiker am Werk. Dass das Ergebnis logischerweise genial werden würde, überrascht da im Nachhinein wohl niemanden.
Selten zuvor und selten danach gelang es einer Band so progressiv und technisch zu sein, ohne dabei die Songdienlichkeit und die todesmetallische Grundstimmung zu vergessen. Allein der Anfang des Albums lässt schon Großes erahnen. Fies wummert der Bass vor sich hin, während sich klare und singende Gitarren eine Riffschlacht nach der anderen liefern. Das Schlagzeugspiel ist exakt und gewaltig, sowie es für eine Death-Metal-Band gehört. Thematisch bleibt man nur noch gelegentlich der Szene treu. Immerhin hält 'Suicide Machine' die Fahne der morbiden Spielkunst hoch. Bei den meisten anderen Songs wird Schuldiner geradezu zum Philosoph und setzt sich mit Gott und der Welt auseinander. Allerdings findet sich auch dort jede Menge  martialische Sozialkritik ('Lack Of Comprehension' oder 'Together As One') und persönliche Erfahrungen ('See Through Dreams') wieder. 
Das mit Abstand verrückteste Stück ist aber 'Cosmic Sea' (es erinnert nicht nur vom Namen her an NOCTURNUS), das ohne Vocals auskommt und dafür den freien Raum für ultra-technsiches Riffing nutzt, Ein logisches und in sich völlig stimmiges Lied, dass durch seine (mit Keyboards aufgepeppten) Atmosphäre den Hörer einfängt. Ähnliches macht im Übrigen das gesamte Album. Keine Note ist hier falsch platziert und auszusetzen gibt es auch nichts. Es sei denn man ist von vornherein ein Feind von Progressivität und Technik, aber das ist Geschmackssache und keine Kritik. "Human" ist ein Album für offene Metal-Fans und Freunde intelligenter Unterhaltung und spaltet so (wie alle folgenden DEATH-Platten) die Szene, ebenso wie ihr Schöpfer. Dieser verarbeitete aber das, was er von so manchem Individuum aus seinem Umfeld hielt, erst mit der nächsten Scheibe. 


[Adrian]

Dienstag, 20. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part VII]


DEATH


Spiritual Healing


VÖ: 16.02.1990


DEATH METAL




DEATH waren bekannt dafür, dass sie nie ein Album in der selben Besetzung eingespielt haben. Allerdings waren die Line-Up Veränderungen zwischen "Leprosy" und "Spiritual Healing" noch überschaubar. Einzig Rick Rozz musste gehen und wurde durch Tausendsassa James Murphy ersetzt. Trotz der geringen Veränderungen ging das 1990er Album in eine andere Richtung. Konsequenterweise entwickelten sich die Kompositionen weiter und die Technik trat hier deutlicher in denn Vordergrund. Die blanke Urgewalt der 80er Jahre war nun völlig einer progressiven Herangehensweise gewischen. 
Dieser Kurswechsel hat vielen alten Fans nicht ganz geschmeckt. besonders denen, die gerade den primitiven, brutalen Sound mochten. Die meisten jedoch schätzten, dass nun mehr Platz geschaffen wurde für ausladende Riff-Exzesse und traditionell schwermetallische Momente. Schon der Opener 'Living Monstrosity' ist ein heftiger Death-Thrash-Batzen, der mit viel Groove und intelligenten Texten zu überzeugen weiß, Der letzte Punkt ist aber generell eine Stärke des dritten DEATH-Langspielers. Sozialkritik war bis zu dem damaligen Zeitpunkt nicht unbedingt die üblichste Thematik im  Death Metal, aber schon durch den Ursprung im Thrash Metal eine logische Folge. 
"Claiming insane is the way to freedom / People are stupid enough to believe them" aus dem zweiten Track 'Altering The Future' oder auch "Practice what you preach / Your loved one is now deceased / Knowledge is at our hands / Never to understand" aus dem Titeltrack sind sehr clevere Zeilen, die bewiesen, dass Schuldiner auch als Texter große Qualitäten hat. 
Ähnlich wie auch beim Vorgänger ist es auch hier sehr schwer Favoriten herauszufiltern. Alle acht Tracks sind in sich perfekt und passen wunderbar zu einander. 
"Spiritual Healing" ist wohl eine der wichtigsten Platten Schuldiners, wenn man sich seine persönliche Entwicklung anschaut. Dieses Werk ist wegweisend und macht klar, dass Evil Chuck keinen Bock auf Stillstand hat und immer in Bewegung bleiben muss. Gleichzeitig war mit ihm aber auch laut seiner Weggefährten nie gut Kirschen essen,  wenn es um die Band ging. So musste sich wohl auf der "Spiritual Healing" Tour 1990 der Bruch zwischen Chuck und seinen damaligen Mitmusiker ereignen, Denn er machte keine Kompromisse und wenn die Bedingungen für eine Tour oder die Aufnahme eines Albums nicht perfekt waren, musste sich etwas ändern oder die ganze Sache abgeblasen werden. Dass man sich mit dieser konsequente nSichtweise nicht nur auf Freunde macht, erfuhr das Mastermind  auf schmerzliche Weise. Denn nachdem er erneut eine Tour durch Europa wegen akuter Erschöpfung absagen wollte, gingen Andrews, Butler und Co. einfach alleine auf Tour und versuchten Schuldiner kurzer Hand aus der Band zu schmeißen. Dass dieser schwachsinnige Plan scheitern musste, hätte allen Beteiligten aber auch von vornherein klar werden müssen. Immerhin ist DEATH mit Chuck Schuldiner gleichzusetzen, während die drei Kollegen für den kreativen Prozess nicht wichtig waren. Ihre Meuterei scheiterte also und endete damit dass sie auf die Straße gesetzt wurden. Ein Glücksfall: denn so konnte sich DEATH selbst neu erfinden und mit dem 199er Album "Human" gleich mehrere progressive Schritte nach vorne machen. Dazu aber anderer Stelle mehr.


[Adrian]

Montag, 19. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part VI]


DEATH


Leprosy


VÖ: 16.11.1988


DEATH METAL




Nach der Veröffentlichung von "Scream Bloody Gore" hat sich Schuldiner nicht viel Zeit gelassen, um bereits ein knappes Jahr später mit dem Nachfolger "Leprosy" um die Ecke zu kommen. Die Zusammenarbeit mit Chris Reifert blieb allerdings ein Full-Length-One-Night-Stand. Für das zweite DEATH-Album holte Chuck die Leute von MASSACRE ins Boot. Allerdings ließ er eine Person dabei außen vor. Kaum jemanden wird es wundern, dass es sich dabei um seinen alten Mitmusiker Kam Lee handelte. Dieser stand somit erst einmal ohne Band da, aber bekam zwei der drei Jungs (Rick Rozz ging bereits früher) schon bald zurück als die Mittzwanziger versuchten zu meutern und Chuck mehr oder weniger aus der Band zu drängen. Dazu aber an anderer Stelle mehr.
Erst einmal galt es 1988 ein Album einzuspielen, das für noch mehr Aufsehen sorgen sollte als der Erstling "Scream Bloody Gore". Die Songs waren technisch versierter und die Brutalität war kanalisierter. Auf der anderen Seite ist die Hit-Dichte geringer als beim Vorgänger. Herausheben lässt sich eigentlich nur das allseits-bekannte 'Pull The Plug', was auch als einziger Song auf den späteren Live-Scheiben zu finden ist. Das heißt aber natürlich nicht dass der Rest Schrott wäre. Ganz im Gegenteil. "Leprosy" hat keinerlei Ausfälle und kann von vorne bis hinten durch gehört werden, was die eigentliche Problematik ist, wenn man versuchen würde einen Lieblingssong zu finden.
Bei diesem Album hat man ein Gesamtkunstwerk vor sich, das man eigentlich immer komplett hören möchte. Zwischendurch auf Skip oder gar Stop drücken, ist unmöglich. Selbst wenn man sich mit seiner Hand dem CD-Player nährt, bringt man es nicht über sich tatsächlich zu zudrücken. 
Nicht für Rock-Hard-Schreiber Frank Albrecht ist diese Platte die beste Death-Metal-Scheibe aller Zeiten, auch viele andere Fans (man beachte nur die Metal-Archives-Reviews) vergöttern diese LP geradezu. Bill Andrews, Terry Butler und Rick Rozz können dankbar sein, an dieser Platte mitgearbeitet zu haben. Wie sie sich dennoch dafür bedankt haben, werden wir aber wie gesagt zu einem anderen Zeitpunkt klären. Für jetzt soll die Aufmerksamkeit allein diesem  Götteralbum des Old-School Death Metal gelten.


[Adrian]

Sonntag, 18. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part V]


DEATH


Scream Bloody Gore


VÖ: 1987


DEATH METAL




Bereits im letzten Jahr gab es ein Review zum diesem Klassiker im Rahmen von unserem Adventskalender. Deswegen war eigentlich geplant dieses Werk auszulassen und anderen unbekannteren Werken mehr Platz einzuräumen. Allerdings wird zum einen nicht jeder letztes Jahr schon regelmäßig unser Magazin gelesen haben und zum anderen beleuchten wird Schuldiners Scheiben dieses Jahr unter einem anderen Blickwinkel.
Die Relevanz dieses Debütalbums ist außerdem so groß, dass man es nicht übergehen kann.
Dies ist schon daran zu erkennen, das die meisten DEATH-Demos vor 1987 Lieder enthalten, die in ähnlicher und fast unveränderter Form auf dieser Platte zu finden sind. 
Allerdings hat die Zusammenarbeit von Chris Reifert und Chuck Schuldiner, dem ganzen Schaffen einen anderen Ansatz verliehen. In Verbindung mit dem Horror-Freak Kam Lee waren Texte und Songs noch sehr viel düsterer, blutrünstiger und erinnerten mehr an HELLHAMMER und VENOM.
Dieses Album war heiß erwartet und enttäuschte wohl kaum jemanden, der bereits die Demoaufnahmen kannte. SLAYER waren vom Thron gestoßen. Der Metal wurde mit diesem Werk auf eine neue Stufe gestellt und markierte zusammen mit POSSESSED und MORBID ANGEL den Beginn einer neuen Bewegung.
"Scream Bloody Gore" ist tief verwurzelt im extremen Thrash Metal der 80er Jahre und gibt gleichzeitig einen Ausblick auf das, was Anfang der Neunziger als Death Metal bekannt werden sollte. Aber auch fast 25 Jahre nach seinem erscheinen sind Titel wie 'Evil Dead', 'Zombie Ritual' und 'Baptized In Blood' unvergessene Klassiker, die in Metal-Kneipen und -Discos immer wieder zu hören sind und auch genauso gerne von andere Todesblei-Kapellen gecovert werden. 
Jeder, der sich selbst als Death-Metalhead bezeichnet und dieses Album nicht kennt, soll seine Kutte umgehend bei der Szenepolizei abgeben oder beim Plattendealer seines Vertrauens nach diesem Klassiker fragen.


[Adrian]

Samstag, 17. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part IV]


DEATH


Infernal Death / Rigor Mortis


VÖ: März/ April 1985


DEATH METAL


Die DEATH-Phase vor "Scream Bloody Gore" ist ereignisreicher als viele Metal-Fans denken. In den Jahren von 1984 bis 1987 hat Chuck Schuldiner viel gesehen von Amerika. Er war in San Francisco, Kanada und dann wieder in Florida, um die perfekten musikalischen Mitstreiter zu finden. Bevor seine Reise aber begann. Nahm er ein letztes Mal zwei Demos mit seinem alten Kumpel Kam Lee im heimatlichen Florida auf. 
Die erste Kassette erschien im März 1985 und hörte auf den Namen "Infernal Death". Ein gemeines Stück Musik, dass mit dem Titeltrack und 'Baptized In Blood' gleich zwei Titel vom Debüt-Langspieler enthält, die hier wieder in einer Ur-Form präsentiert werden. Soundtechnisch hält es zwar nicht den Vergleich stand, aber kompositorisch ist man hier schon sehr nah an dem dran, was die meisten Leute von Chuck so kennen. Treibende Rhythmen und brutales Riffing stehen dabei im Vordergrund.
Ein eher unbekannten DEATH-Song gibt es aber auch zu hören. 'Archangel' ist zwar nach dieser Demo in der Versenkung verschwunden, ist aber damit eine Rarität, die ein weiterer Repräsentant der noisigen Death-Thrash-Frühphase ist.
Die andere und gleichzeitig letzte offizielle Demo, die zusammen mit Kam Lee entstanden ist, war im Grunde eine schlichte Single. Der Titeltrack 'Rigor Mortis' war lediglich in zwei Versionen vorhanden und wurde einmal etwas mehr und einmal etwas weniger roh eingeprügelt. Der Song selbst ist in der ersten Fassung wirklich heftig. Die Stimme klingt seltsam verfremdet und hört sich fauchend bis kreischend an. So hat man DEATH noch nie gehört und sollte es auch danach nie wieder so hören. Die zweite Version des Songs, die als rauer beschrieben ist, ist dagegen etwas konventioneller und klingt so wie man es von DEATH bis dato gewöhnt war. Mit viel Experimentierfreudigkeit und leichtem Black Metal Einschlag ging so die Kollaboration zwischen Schuldiner und Lee zu Ende und Evil Chuck machte sich auf den Weg durch die Vereinigten Staaten. Am Ende dieser Reise stand er aber erst am Anfang seiner Karriere, die der extremen Szene einige Perlen bescheren sollte.


[Adrian]

Freitag, 16. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part III]


DEATH

Reign Of Terror

VÖ: 1984

DEATH-THRASH METAL


Ein wichtiges Lebenszeichen von DEATH war (noch vor dem "Death By Metal"-Demo) die "Reign Of Terror"-Kassette, die 1984 in Tape-Trader-Kreisen die Runde machte. Die enthaltenen Songs sind ziemlich schrullig und haben einen knarzenden Garagen-Sound, die selbst Rumpel-Könige wie ARCHGOAT wie Prog-Musiker aussehen lassen.
Interessant ist außerdem, dass kein Song enthalten ist, der es später auf irgendein DEATH-Album geschafft hat. Einzig der Opener 'Corpsegrinder', der hier eher klingt wie eine VENOM-Tribute-Version, findet sich Jahre später auf Kam Lees MASSACRE-Langspieler "From Beyond" wieder. Hier allerdings bedient Lee noch das Schlagzeug und steuert hauptsächlich die Vocals bei, was übrigens fälschlicherweise von Metal-Archives unterschlagen wird. Seine Stimme klingt in dieser frühen Phasen aber noch sehr ungeschliffen und erinnern eher an Tom Angelripper, der den Mund voller Murmeln hat.
Eine witzige Idee ist das eingeschobene Instrumental, das nachträglich den Namen 'Zombie Attack" bekommen hat und wirklich stark an HELLHAMMER erinnert.
Im weiteren Verlauf bleibt aber in erster Linie VENOM die Quelle der Inspiration. Allein schon ein Titel wie 'Witch Of Hell' zeigt an, woher die drei Teenager ihre Ideen hernahmen. Aber auch das Riffing zeigt eine tiefe Verwurzelung im Black Metal der ersten Welle. Getreu dem Motto „Schneller, böser und extremer“ standen DEATH an vorderster Extremisten-Front und legten mit diesem Tape einen gemeinen Batzen vor, der aber für die musikalische Entwicklung von Evil Chuck nicht lebenswichtig werden sollte. Während sein Kumpel Kam völlig begeistert von Horror- und Gore-Thematiken war (und wohl auch noch ist), ging Schuldiner später in eine andere Richtung. Das mündete bekanntlich darin, dass sich die Wege der drei zwangsläufig trennen mussten und Kam Lee seine musikalischen Vorstellungen hauptsächlich bei seiner eigenen Band MASSACRE auslebte, während Chuck in ständig wechselnder Besetzung mit DEATH weitermachte.
Alles in allem ist "Reign Of Terror"deswegen auch eher als MASSACRE-Prototyp anzusehen als DIE essentielle DEATH-Veröffentlichung. Nichtsdestotrotz ist dieses Tape die erste Duftmarke, die Chuck, Kam und Rick als DEATH gesetzt haben, und verdient sich so ihren Platz im Metal-Universum.

[Adrian]

Donnerstag, 15. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part II]


DEATH


Mutilation


VÖ: April 1986


DEATH METAL










Das Jahr 1986 ist ein sehr wichtiges in der Geschichte von DEATH. Denn in diesem Jahr machte Schuldiner in San Francisco Bekanntschaft mit einem jungen Tape-Trader, der passenderweise auch noch Schlagzeug spielen konnte. Der Name dieses Drummers war Chris Reifert, der später selbst mit AUTOPSY für Aufmerksamkeit sorgen sollte.
Die beiden Metalheads verstanden sich sehr gut und prügelten als Duo direkt die vorliegende Demo "Mutilation" ein. Dieses Tape war der Prototyp des ein Jahr später veröffentlichten Debüt-Albums "Scream Bloody Gore" und enthielt ausschließlich Songs, die später auch auf diesem Erstling zu finden sein sollten.
Zu Hören gibt es mit 'Land Of No Return', 'Zombie Ritual' und 'Mutilation' drei unstrebliche Death-Metal-Hymnen, die schon wesentlich professioneller klingen als das, was Chuck mit seinen Kumpels aus Florida nur einige Monate zuvor noch eingetrümmert hatte. Umgekehrt kommen diese Aufnahmen natürlich nicht an die Versionen ran, die sich auf "Scream Bloody Gore" befinden. Dafür ist die Urgewalt, die Rohheit und die Aggressivität auf der "Mutilation"-Demo um einiges höher als bei späteren Aufnahmen. In jeder Sekunde Spielzeit spürt man, wie es Mitte der Achtziger rumort haben muss und sich im extremen Thrash Metal etwas völlig neues entwickelte, was man erst viel später Death Metal taufen würde.
Man merkt des Weiteren, dass hier die Zusammenarbeit mit Reifert genau der richtige Schritt für Chuck war. Hier kann er sich nämlich nicht nur an der Gitarre, sondern auch am Mikro selbst verwirklichen, was er sich in den frühen Tagen in Florida mit Kam Lee teilen musste.
Außerdem schien zwischen dem späteren AUTOPSY-Chef und Schuldiner eine sehr gute Chemie zu herrschen, die mehr Struktur in die Aufnahmen brachte und den Spielspaß der beteiligten Musiker quasi hörbar macht.
Selbstverständlich ist auch diese Demo ein rares Sammlerstück und erzielt Best-Preise bei Ebay, doch wer sie besitzt, besitzt ein Stück Death-Metal-Geschichte.


[Adrian]

Mittwoch, 14. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Part I]


Release als MANTAS


DEATH (MANTAS)


Death By Metal (Demo)

VÖ: 1984

DEATH METAL








Das Jahr 1984 war ein wichtiges Jahr für die noch blutjunge  Death-Metal-Truppe aus dem Süden der USA, die gerade ihren Namen von MANTAS in DEATH geändert hatte und begann erste Rehearsals und Live-Aufnahmen auf Kassetten zu bannen.
Unter den verschiedenen Demos ist  die "Death By Metal" wohl die bekannteste, denn für einige Fanatiker in der Todesmetall-Szene hat sie selbiger ihren Namen gegeben (was aber wohl eine schmeichelhafte Übertreibung ist). Diese Demo erschien nach einer Veröffentlichung unter dem Namen MANTAS im September 1984 noch im gleichen Jahr unter dem Banner DEATH.
Allerdings hatte sich an der Ur-Besetzung zu diesem Zeitpunkt noch nichts verändert. Kam Lee hockt hinter der Schießbude und steuert die Vocals bei, während die Saitenfraktion von Rick Rozz und Evil Chuck bedient werden. Trotzdem gibt es zwischen beiden Versionen einen kleinen Unterschied. Die ehemalige Bandhymne 'Mantas' wurde verworfen, wofür zwei neue Songs drauf gepackt wurden, von denen einer (gemeint ist das hammerharte 'Beyond The Unholy Grave') auch später auf das Album-Debüt "Scream Bloody Gore" wandern sollte.
Ein weiterer Song, den man auch später auf genau dieser Platte wiederfinden sollte, hört auf den Namen 'Evil Dead', der hier eine unbändige Gewalt entfesselt. Mit nicht mal 18 Jahren gehen zeigen die drei Kids aus Florida der Welt, wer die bis dato heftigste Musik zu bieten hat.
Re-Issue als DEATH
Natürlich ist die Qualität unterirdisch im  Vergleich zu den Schuldiners späteren Studioalben, aber hebt sich im direkten Vergleich mit dem damaligen Szene-Standard ab (Merke: damals konnte noch nicht jeder seinen PC zu einem Aufnahmestudio aufmotzen).
Deswegen ist es einfach bewundernswert wie man es mit so primitiven Mitteln schaffen kann, in den Olymp des Extreme Metal aufzusteigen. Hier überzeugt eindeutig die Hingabe und die Begeisterung der beteiligten Musiker, die 1984 mit  viel jugendlichem Enthusiasmus all den geföhnten und geschminkten Halfords und Osbournes den akustischen Stinkefinger zeigt. 
Oder kurz: 100% Prozent authentisch und 200% kultig! 
Wer alle Alben von DEATH daheim hat und glaubt nichts neues mehr hören zu können, sollte mal etwas im Internet stöbern, denn neben dem Original-Demo (das verständlicherweise ein Sammlerstück ist) kann man die Songs auch auf der Tribute-Bootleg "Zero Tolerance II" hören, die wir anderer Stelle genauer vorstellen werden.


[Adrian]

Dienstag, 13. Dezember 2011

...A Death Before Christmas [Prolog]

CHUCK SCHULDINER SPECIAL

Es ist mal wieder Weihnachtszeit und nachdem es im letzten Jahr ein sehr positive Resonanz auf unseren Adventskalender gab, führen wir diese Tradition in etwas anderer Form fort. Anlässlich des zehnten Todestages von Death-Metal-Mastermind und Gitarren-Virtuose Chuck Schuldiner (DEATH, MANTAS, CONTROL DENIED), gibt es an dieser Stelle (mehr oder weniger täglich) ein Review bezüglich seines Schaffens. Dabei gehen wir nicht in chronologischer Reihenfolge vor, sondern picken uns ganz willkürlich täglich einen Opus vom US-Amerikaner heraus, der am 13.12.2001 an den Folgen seiner Krebserkrankung verstarb. Dabei erheben wir ausdrücklich keinen Anspruch Vollständigkeit, sondern werden versuchen einen kleinen Überblick über alle Projekte und Bands von "Evil Chuck" zu geben. Denn auch wenn man sofort an DEATH denkt, wenn man den Namen Schuldiner hört, gab es sowohl ein Leben vor als auch ein Leben danach.
Das heißt es wird neben den bekannten Großtaten wie "Leprosy" oder "Human" auch Reviews zu dem legendären MANTAS-Demo "Death By Metal" oder auch dem Prog-Heavy-Klassiker "The Fragile Art Of Existence" geben. Noten, Punkte oder ähnliches werden wir keine verteilen denn das wäre in diesem Fall ziemlich anmaßend.

Freut euch also auf einen kleinen Rundumschlag, der auch Dinge beleuchtet, die in der größeren Presse nicht so ausführlich behandelt werden.

Stay Heavy

[Adrian]